Oft werde ich gebeten zu verschiedenen Themen einen Vortrag zu halten, wie zuletzt zum Thema ""Kinderkrankheiten mit und ohne Ausschlag - harmlos oder gefährlich?"
im Gemeindesaal in Kirchberg/We.
Sprechen Sie mich gerne auf die nächsten geplanten Vorträge an.

(Update 6.5.2026)
Erbrechen und Durchfall
Erneut gibt es wieder mehr Fälle von Magen-Darm-Virus-Infektionen. Die Kinder haben Erbrechen und Durchfall, manchmal Fieber, oft auch begleitet von einem unspezifischen Ausschlag, der in diesem Fall harmlos ist.
Gegen das Erbrechen gibt es kein Medikament welches zu empfehlen wäre; die Kinder erbrechen meist auch nur einige Stunden, dann hört es immer von selbst auf. Bitte geben Sie regelmäßig Flüssigkeit – Wasser, Tee, eher kühl – aber nur einige Schlucke dann 5 min Pause, damit der Magen nicht überfordert wird. Essen müssen die Kinder anfangs nicht, trockene Kost ist erlaubt wie zB Semmel, Nudeln, Kartoffeln, trockene Kekse.
Zeigen sich Zeichen eines Flüssigkeitsmangels, so ist eine Vorstellung in der Ordination bzw. auch akut in der nächstgelegenen Kinderambulanz zu empfehlen:
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das Kind will nicht spielen, nicht sitzen, nur liegen, schläft viel, ist andauernd müde, wirkt sehr erschöpft, will nicht plaudern, schläft dauernd weg;
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es ist kaum Harn in der Windel – beim Wickeln ist die Windel über mehrere Stunden hinweg ganz trocken;
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das Kind hat beim Weinen kaum Tränen (sonst aber schon);
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die Mundschleimhaut ist trocken und die Lippen sind trocken und rissig;
Schafblattern = Windpocken = Feuchtblattern = Varicellen
Eine Virusinfektion, die mit einem juckenden Ausschlag einher geht und sehr ansteckend ist (schon einen Tag vor Auftreten des Ausschlags!) - es kommt zu flüssigkeitsgefüllten Bläschen am gesamten Körper, bei starkem Befall auch an den Schleimhäuten wie im Mundraum und im Genitalbereich.
Behandlung mit einer abtrocknenden juckreizhemmenden Tinktur zB Cutimix® und bei Bedarf schmerzstillende Medikamente.
Nicht kratzen!
Es gibt eine Impfung gegen Varicellen, möglich für Kinder ab 9 Monate.
Allergie
Die Birkenpollenbelastung geht etwas zurück, leider beginnen gleichzeitig nun die Gräserpollen in der Luft mehr zu werden. Allergiker bemerken tagsüber eine Zunahme der Symptome: verstopfte Nase, häufiger Niesreiz, rinnende juckende Augen, geschwollene Augenlider, zusätzlich oft auch Kopfschmerzen und Müdigkeit. Lindernd helfen hier antiallergische Nasentropfen, Augentropfen, und zusätzlich Allergiemedikamente wie Fenistil® oder Aerius-Saft®. Wenn Sie bei Ihrem Kind den Verdacht auf eine Pollenallergie haben, kann in der Ordination eine Abklärung mittels venöser Blutentnahme durchgeführt werden, oder als Haut-Pricktest beim HNO-Facharzt bzw in einem Allergieambulatorium.
Atemwegsinfekte
Wichtig, wenn Ihr Kind erkrankt ist, sind vor allem zwei Dinge:
1. Halten Sie die Nase frei! Geben Sie Kochsalz-Nasentropfen im Wechsel mit abschwellenden Nasentropfen, jeweils etwa alle 3 Stunden. Die Kinder bekommen besser Luft, können besser schlafen, haben dann auch weniger häufig Ohrenentzündungen. Und weniger Schleim aus der Nase bedeutet weniger Husten in der Nacht.
2. Senken Sie das Fieber - spätestens ab 39°C! Nureflex® wirkt nicht nur fiebersenkend, sondern auch sehr gut schmerzstillend, außerdem auch entzündungshemmend, den Kindern wird somit mehrfach geholfen.
Und als drittes: Geduld - "watchful waiting" - beobachten Sie den Zustand Ihres Kindes, lassen Sie ihm Zeit gesund zu werden, schicken Sie es nicht am übernächsten Tag in die Schule/den Kindergarten, sondern frühestens wenn es 48 Std fieberfrei war!
Ansonsten: Sind Sie beunruhigt wegen des Zustands Ihres Kindes, befürchten Sie Atemnot, bemerken Sie ein pfeifendes Atemgeräusch, dauert das Fieber länger an oder steigt im Verlauf immer höher, anstatt zu sinken, so kommen Sie bitte zur Untersuchung in die Ordination oder fahren Sie in die nächstgelegene Kinderambulanz.



