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Oft werde ich gebeten zu verschiedenen Themen einen Vortrag zu halten, wie zuletzt zum Thema "Erste Hilfe in den Sommermonaten" - hat als Webinar via Zoom stattgefunden.

Sprechen Sie mich gerne auf die nächsten geplanten Vorträge an.

Nähere Infos erhalten Sie auch beim Veranstalter unter familie@ekiz-pakima.at 

Für Interessierte
(Update 18.7.2024)

Hand-Fuß-Mund Erkrankung / Herpangina

Wir sehen aktuell wieder zahlreiche Fälle dieser Infektion der Haut bzw. Mundschleimhaut. Es besteht hohe Ansteckungsgefahr, die Viren werden über den Speichel weitergegeben (Husten, Niesen, Bussi, Spielzeug oder Essbesteck/Trinkglas teilen).

Bei der Hand-Fuß-Mund-Krankheit finden sich schmerzhafte weißliche Bläschen („Aphten“) im Mundraum verteilt, oft auf der Zunge, am Zahnfleisch und auf den Wangeninnenseiten. Weiters sieht man an den Handflächen und Fußsohlen rote Flecken, die dann mittig ein kleines weißliches Knötchen entwickeln. Die Knötchen schmerzen bei Berührung, den Eltern fällt oft auf, dass die Kinder mit den Füßen nicht aufsteigen wollen.

Die Herpangina verläuft ganz ähnlich, jedoch ohne Befall von Händen und Füßen, dafür die Bläschen im Mund eher hinten im Rachen, welche stark schmerzen und für die Kinder oft ein Schluckhindernis sind - man bemerkt verstärkten Speichelfluss. Beide Erkrankungen können mit Fieber einhergehen, hohes Fieber besonders bei der Herpangina.

Für diese beiden Virusinfektionen gibt es keine ursächliche Therapie. Achten Sie auf ausreichende Gabe von Schmerzmitteln, geben Sie großzügig Nureflex® oder Mexalen®  damit die Kinder zumindest trinken, im Mund kann man Dentinox® oder pflanzliche Produkte mit Salbe/Kamille auftragen; Essen und Trinken kühl anbieten zB Joghurt kühlschrankkalt. Die Krankheitsdauer beträgt zwischen wenigen Tagen und einer Woche. 

Scharlach und Angina:

Bakterielle Infektion der Rachenmandeln: Zu Beginn meist Fieber und oft nur unspezifische Schmerzangabe. Im weiteren Verlauf zeigen sich zunehmende Unlust zu essen und starke Schluckbeschwerden. Immer hohes Fieber!

Bei der Untersuchung finden sich dann leuchtend rote Rachenmandeln (oft auch von den Eltern beim Hineinleuchten in den Mund des Kindes zu sehen: beidseits schräg neben dem Gaumenzäpfchen). Sind dann noch gelb-eitrige Beläge auf den Mandeln, spricht das für das Vorliegen einer bakteriellen Entzündung – sinnvoller Weise mit einem Antibiotikum zu behandeln.

Scharlach ist vom Verlauf her gleich, zusätzlich haben die Kinder einen feinfleckigen Ausschlag im Bereich der Achseln und der Leisten. 

Bei klinisch nicht klarem Befund ist es eventuell nötig, eine Blutuntersuchung aus der Fingerkuppe anzuschließen, um nach erhöhten Entzündungszeichen in CRP und Blutbild als bakterientypischen Hinweis Ausschau zu halten.

Hat Ihr Kind Fieber und “gefällt Ihnen nicht” (Sie haben ein schlechtes Gefühl und sind beunruhigt), so kommen Sie bitte akut zur Untersuchung in die Ordination – oder im Bedarfsfall auch in die nächstgelegene Kinderambulanz.

​Scharlach und bakterielle Angina müssen antibiotisch behandelt werden.

 

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